Dienstag, 1. Februar 2011

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"Offener Brief an magisch Webende":

Liebe Gemeinschaft:

Unter "angewandter Magie" verstehen wir in der 
Regel "das Einlernen und Anwenden
einer Vielzahl von Worten, Gesten und Zeichen unter dem 
Aspekt der bewusst gesteuerten Absicht". -

- So weit, so brauchbar, - auch Ich definiere "Magie" nicht anders. -

Der Aspekt der "Macht" wird nirgendwo so stark fokussiert,
- wenn wir vielleicht die Politik einmal ausnehmen. -

Was diese beiden Bereiche, - Magie & Politik, - des Weiteren eint,
- ist "die Vorherrschaft einer vglw. mächtigen Minorität / Minderheit
- gegenüber einer vglw. unmächtigen Majorität / Mehrheit". -

- Das ist auch innerhalb der Demokratie - noch - nicht anders,
- und solange funktioniert sie nicht. -

Damit "Demokratie" umgesetzt werden kann, - bedarf sie eines Grundelementes:

- Einer in etwa gleichstarken Menschheit. -

* Der Hauptgrund für "die Ächtung und damit infolge 
die Zurückdrängung spiritueller Weltbilder
durch die künstlichen Prothesen der Rationalität und der Bildung", 
- liegt genau darin verborgen:

Es war die einzige Möglichkeit "hilflose Massen zu schaffen",
- indem man sie "dadurch von der sie alle einenden und folglich
 eigenständig bemächtigenden Quelle abschnitt". -

* Ob es Uns gefällt oder nicht, - "- jeder Magus, 
der für "seine persönliche Macht" operiert,
- spaltet damit weiterhin diese Welt und 
schafft Sklaven der "Macht Über". -

- Ich verstehe "Magie" als "eine Rückführung des 
Einzelnen zu seinem persönlichen Quellzugang",
- was die eigentliche Aufgabe einer "Religion" wäre, 
- diese es aber nicht kann...

- Warum kann keine Religion diese Aufgabe übernehmen ?

Besinnen wir Uns einen Augenblick auf eine Definition,
- deren Urheber mir nicht bekannt ist, - und die besagt:

"Mystik" = "das Hinwenden zu´r unendlichen Quelle",
"Magie" = "das in sich Auferstehenlassen 
dieser unendlichen Quelle". -

"Religion", - wie wir sie kennengelernt haben, - ist reine "Mystik",
- darum "spaltet sie die alle einende und gebärende Quelle 
in die verschiedenen Gottesbilder",
- und unterwirft sich Ihnen ...

- Und darum kann sie niemanden "rück-führen", 
- oder eben nur bis zu dieser Spaltung ...

Was Ich meine ist, - "Magie ist keine Spezialdisziplin", 
- und "kein Gott wär dumm genug, sie zu ächten". -

"Magie" = "das erste Geburtsrecht jedwedes im Raum erscheinenden Wesens",
- und demgemäß wird sie auch zukunftsweisend sein. -

Und darum bin Ich hier, - und erdreiste mich, 
anzufragen, ob es hier zu Board
noch wirkliche "Magier" gibt, - deren Streben und Ziel einer 
"geeinten magisch bewussten Menschheit"
gilt, - nicht der Unterwerfung unter Ihre personelle Macht 
und auch nicht der Anbiederung an
spätere, ebenso gespaltene und Heute so hoch gehaltene 
Prothesen wie wir sie in der Vielzahl
der exoterischen Disziplinen, bei all ihrem 
linearen Erfolg wiederfinden müssen. -

In diesem Sinne, - und in keinem Anderen, - verfasse Ich Berichte,
- stelle sie auf Wunsch gerne bei Euch ein, - und natürlich könnt
Ihr sie zuvor auf meinem Heimatboard studieren:

 http://f11051.nexusboard.de/

- Mit magischem Gruss,

- Adamon von Eden. -



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"Das alltägliche Mysterium":


Auszüge aus: "Mit Hexenmacht die Welt verändern" 
von STARHAWK, 
- Bauer-Verlag,
ISB N 3 7626 04266:


Wenn wir "Verbündete im Kampf mit Menschen verschiedener Herkunft" sein wollen,
- müssen wir unterschiedliche Weltanschauungen respektieren. -

- Die Debatte hinsichtlich "der Verknüpfung des Spirituellen mit dem Politischen"
wird allzuhäufig unter Voraussetzungen geführt, die das Erleben der Nicht-Herrschenden
abspaltet oder unsichtbar macht. -

- Ein solcher kultureller Imperialismus ist bereits "eine Form von Rassismus". -

- Es "fällt Uns schwer, zu akzeptieren, - "dass Kräfte und Dimensionen einer Wirklichkeit,
mit der wir nicht vertraut sind, vielleicht mehr sind, als nur malerische Überbleibsel
aus einer vorwissenschaftlichen Zeit",

- dass sie "das wirkliche Erleben von Menschen darstellen",
- und wir mglw. etwas von Ihnen lernen könnten. -

Oder, - falls wir "doch zugeben können, dass die vorherrschende 
Beschreibung der Wirklichkeit zu eng ist",
- laufen wir unter Umständen anderen spirituellen Traditionen sklavisch nach, - begierig, Erlebnisse
nichtalltäglichen Bewusstseins zu erstehen, als seien sie Gucci-Taschen und Rolex-Uhren,
- Güter, mit denen wir unseren Status aufwerten können. -

Wir werden "spirituelle Kolonisten", - klopfen die Dritte Welt nach Ressourcen an Symbolen
und Schamanen ab und geben nichts zurück - in einer Weise, die sowohl die Traditionen,
die wir verstehen wollen, als auch unsere eigene spirituelle Suche entwertet. -

Um "den Punkt des Gleichgewichts zu finden, an dem wir vo´m kulturellen Reichtum
anderer Völker lernen und daran teilhaben können, - müssen wir in der Erfahrung
unserer eigenen Mysterien verankert sein". -

Diese Verankerung ist ein schwieriger Prozess, denn
"das, was im Westen von den Mysterien noch übrigbleibt,
wurde Uns während der vergangenen Jahrhunderte als Böse
- und beängstigend dargestellt". -


Die Hexen, unsere westlichen Schamanen und Heiler
wurden entweder als dämonisch oder lächerlich hingestellt. -

- Wir fürchten Uns davor, mit dieser Tradition identifiziert zu werden
und stellen Uns die Mysterien als seltsam, geheimnisvoll und bizarr vor. -

- Doch in Wirklichkeit "sind die Mysterien aus dem Stoff des Alltags gewirkt". -

- Sie "gründen sich auf menschlichen Erfahrungen, die Uns allen gemeinsam sind,
- Geburt, Tod, Liebe, Fürsorge, Herausforderung, Leidenschaft, Zeit ...

- Wir "erschaffen das Mysterium selbst aus unserem Alltagsleben heraus",
- und "so müssen wir die Mysterien entdecken, die Uns in´s Herz unserer Welt führen". -

- Der Nährboden der Mysterien ist das Alltägliche,
- wir "müssen nirgendwohin, um das Mysterium zu suchen",
- wir müssen nur
"unsere Wahrnehmung, unsere Beschreibung, unser Bewusstsein dessen, 
wo wir Uns befinden, - verändern". -

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Spiritualität und Politik. -


Weitere Auszüge:

Die Verknüpfung von Spirituellem mit Politischem wird unter politisch Denkenden
oft mit Verlegenheit oder Angst zu´r Kenntnis genommen. -

Der berühmte Marx´sche Spruch "Religion ist Opium für das Volk"
hat seine Schlagkraft nicht eingebüßt. -

Niemand kann leugnen, "dass patriarchalische Religionen oft dazu gedient haben,
Menschen durch Betäubung zu´r Ergebenheit zu zwingen", - doch die Annahme,
"dass sich jede Spiritualität in jeder Kultur und jedem Kontext unweigerlich
unterdrückend auswirkt, geht an der Sichtweise vorbei, die von den meisten
Völkern der Welt eingenommen wird". -

Die "Spaltung zwischen Spiritualität und Politik" ist "ein Problem der Weißen"...
- Die herrschende Kultur kann es sich leisten, "Macht 
ausschließlich im Sinne von Macht Über auszuüben",
- denn "sie hat die Stützen jener Macht zu ihrer Verfügung": 

Die Waffen, die Gesetze, die Gefängnisse,
- den wirtschaftlichen Reichtum ...

Der "Widerstand gegen spirituelle Fragen unter Radikalen"
- entsteht ebenfalls aus dem Irrglauben der Weißen,
- "man könne Macht Über nur mit Macht Über begegnen". -

- Das Geist, Geheimnis, Verbundenheit, Gemeinschaft und 
Liebe bestenfalls schwache Kräfte,
- schlimmstenfalls "eine Ablenkung vom
 ernsthaften Kampf darstellen" ...

Die Enteigneten aber müssen, um Überleben zu können, 
- um überhaupt über Macht zu verfügen,
- eine andere Quelle suchen. -

Sie kennen die Kraft der gemeinsamen Bande der Kultur, des Gesangs, 
des Rituals, des Trommelschlags
und des Tanzes, des Heilens, - die Fähigkeiten dieser Handlungen,
Hoffnung zu nähren und die nötige
Kraft zu verleihen, - sich der Unterdrückung zu widersetzen. -

"Kultur" beschreibt "Wirklichkeit" und
"verschiedene Kulturen entwickeln verschiedene Beschreibungen
 dessen, was Wirklichkeit ist". -

Die moderne westliche Kultur ist vielleicht
einmalig in ihrer Bemühung, das Spirituelle außerhalb der Grenzen
dessen zu verbannen, was wir gewöhnlich als "wirklich" bezeichnen". -


- Spiritualität fördert Passivität, - "wenn der Bereich des Geistes
als "außerhalb der Welt liegend" definiert wird". -

- Ist hingegen "die Welt das Wirkungsfeld des Geistes",
- so "werden Wir Selbst zu Agierenden",
- und "die Welt um Uns wird zu´m Reich, 
innerhalb dessen das Heilige geehrt
und Freiheit geschaffen werden muss". -

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